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flausen+

Engagement für junge Künstler:innen

 

2011 gründete das theater wrede + mit bundesweiten Spielstättenpartner:innen das bundesweite Förderprogramm und Theaternetzwerk flausen+ zur Vernetzung und Begleitung von Nachwuchskünstler:innen. Als stetig wachsendes Netzwerk aus Freien Theatern gehören mittlerweile 26 Spielstättenpartner:innen aus 13 Bundesländern dazu. Im Herbst 2020 wurde die flausen+ gGmbH gegründet, die seitdem als eigenständige Organisation mit ihrem Team agiert und seit 2021 erstmalig durch die Bundesförderung „Verbindungen fördern“ unterstützt wird. Das bundesweite Theaternetzwerk flausen+ vernetzt und unterstützt kleine und mittlere freie Spielstätten und regional arbeitende Künstler:innen bundesweit.

Dabei ermöglicht flausen+ Nachwuchskünstler:innen u.a. jährlich ein Stipendienprogramm zu nutzen, um gewagte Ideen und Formen frei von Produktionszwängen zu erforschen. Im Kopro-Format und dem zukünftigen Touringformat können die Ergebnisse zudem einem breiten Publikum besonders über Metropolregionen hinaus zugänglich gemacht werden. Dazu kommen Veranstaltungen wie das flausen+Festival in Bielefeld und der flausen+Bundeskongress in Köln, die einen idealen Austausch der Freien Szene für zukünftige Zusammenarbeit, auch über die Landesgrenzen hinaus, bieten. flausen+ ist einzigartig in seiner Vernetzung von freischaffenden Künstler:innen mit kleinen freien Theatern vor allem abseits von Ballungsgebieten.

 

Ihr seid professionelle Künstler:innen und sucht nach einer Möglichkeit frei zu forschen?

 

Dann bewerbt euch auf das flausen+Stipendium, das jedes Jahr bis zu 9 Mal an professionelle Künstler:innen vergeben wird. Ohne Produktions- und Zeitdruck könnt ihr bei einem der 26 Spielstätten des bundesweiten Theaternetzwerks künstlerisch forschen. Dabei werdet ihr finanziell unterstützt und erhaltet künstlerische Unterstützung durch eine:n Mentor:in. Am Ende der vier Wochen wird beim makingOFF Publikum in die Forschung einbezogen. Mehr zum Sitpendium unter: flausen.plus.

Die Stipendien flausen+ am theater wrede + werden gefördert durch:

Nieders. Ministerium für Wissenschaft und Kultur und Stadt Oldenburg. Herzlichen Dank dafür


Unsere Rolle bei flausen+

 

Wir, als theater wrede +,  sind ein Teil des Theaternetzwerks flausen+ und kümmern uns in diesem Rahmen u.a. um die Oldenburger Stipendiengruppen. Diese stellen ihre Ergebnisse im Frühjahr/Sommer dem Publikum vor und kommen mit ihnen ins Gespräch. Viele dieser professionellen Künstler:innen entwickeln aus ihren Ideen auch Koproduktionen, die im theater wrede + gezeigt werden und damit auch die regionale Theaterlandschaft weiter bereichern. Zudem findet die Jurysitzung und das Final Choice (Auswahl der Stipendiengruppen) im theater wrede + statt.


Stipendiengruppen 2022 im theater wrede +

 

Technoritual

31.05. – 28.06.2022
Öffentliches makingOFF: 27.06.2022, 19h00
Das Publikum wird in die Forschung einbezogen.
Der Eintritt ist frei. Bitte meldet euch per E-Mail (Namen + Personenanzahl) via info@theaterwrede.de an.

Das Kollektiv Santix Schwarz ist aus dem Wunsch heraus entstanden, visuelle Kunst, Technologie mit Tanz und Performance zu erforschen und damit zu experimentieren, immer aus einer nicht-kolonialen Perspektive. Eine Brücke zwischen Ritual und Technologie zu schlagen, bedeutet für sie, Zukunftsvisionen zu entwerfen und sie in Beziehung zur Vergangenheit zu setzen. Innerhalb ihres Stipendiums forschen sie u.a. zu der Frage, was ist die Verbindung zwischen virtueller und realer Welt, zwischen Vergangenheit und Zukunft, die in die Gegenwart gepresst werden? Am letzten Stipendientag, am 27.06., binden die Künstler:innen das Publikum beim kostenlosen makingOFF-Abend in die Forschung ein. Mehr dazu

 

Durch o=o Blick
Vergrößerungsgläser als ästhetische Mittel im Theater

16.07. – 12.08.2022
Öffentliches makingOff: 11.08.2022, 19h00
Das Publikum wird in die Forschung einbezogen.
Der Eintritt ist frei. Bitte meldet euch per E-Mail (Namen + Personenanzahl) via info@theaterwrede.de an.

Wie funktioniert Vergrößerung als inszenatorisches Mittel? Wer beobachtet eigentlich wen? Und wer bestimmt wie wer wann was sieht? Ausgehend vom Fernglas arbeiten sich die Künstler:innen Petra Jeroma, Malte Andritter, Jonas Feller und Lukas Löffleruns an Vergrößerungsgläsern ab und untersuchen ihr ästhetisches Potential in Hinblick auf Erzählstrategien, Machtverhältnisse und Rezeptionsweisen. Am letzten Stipendientag, am 11.08., binden die Künstler:innen das Publikum beim kostenlosen makingOFF-Abend in die Forschung ein. Mehr dazu


 

flausen+koproduktionen (Beispiele)

 

Aus den Forschungsarbeiten innerhalb der flausen+-Stipendien entstehen über das Stipendium hinaus regelmäßig Produktionen, die ebenfalls von flausen+ unterstützt werden. Hier sind einige Beispiele:

 

„Cultural Drag“ von TachoTinta

 

TachoTinta forschten 2019 im Rahmen ihres Stipendiums zu der Frage wie Information und Eindruck erzeugt werden. Der Fokus lag darauf, was manche:r erzeugt und wie Andere es wahrnehmen. Nach dem Stipendium entstand die ko.produktion „Cultural Drag“. Mit tänzerischen und performativen Mitteln loten sie hier die Konfliktpotenziale und Chancen im Zusammenleben, die eigenen Klischees und Stereotype, die wir über uns und Andere treffen, aus und beleuchten diese. 2021 waren sie zu Gast im theater wrede +.

„Goodbye Norm“ von Soziale Fiktion

 


„Goodbye Norm. Ein peinlicher Auftritt“ von dem Kollektiv Soziale Fiktion basiert ebenfalls auf ein flausen+Stipendium, das die Künstler:innen 2018 erhielten. Die Stückentwicklung setzt sich humorvoll und kritisch mit Normen, Gesetzen und Konventionen, die die gesellschaftliche Vorstellung von „Normalität“ hervorbringen, auseinander. 2020 ware sie zu Gast im theater wrede +.

„Robot Dreams“ von MEINHARDT & KRAUSS cinematic theatre

 


meinhardt krauss feigl – Kollektivs forschten 2017 zum Thema „Wie mechanisch ist der Mensch und wie menschlich wird die Maschine?“ Im Anschluss an das Stipendium entstand die flausen+koproduktion „Robot Dreams“. Darin setzten sie sich u.a. damit auseinander, wie menschlich Maschinen werden dürfen. Drei Tänzer:innen treffen auf Automaten, Roboter und animatrionische Körperteile und begegnen der künstlichen Intelligenz ToMoMi. Ein Code und Elektrizität lassen die Maschinen-Objekte lebendig werden. Während die Spieler:innen durch Sensoren und Technik langsam selbst zu Cyborgs und zu Objekten werden, beginnen die Maschinen zunehmend menschliche Eigenschaften und Gefühle zu entwickeln. Mit ihrer Produktion waren sie 2021 im theater wrede + zu Gast.


 

Plattformen für Nachwuchskünstler:innen

Der flausen+ bundeskongress

 

Mit dem flausen+bundeskongress bringt das bundesweite Theaternetzwerk jedes Jahr Akteur:innen aus der Kunst, der Wissenschaft und Politik zusammen, um gemeinsam über aktuelle Themen der Darstellenden Künste sowie allgemeine gesellschafts-, kulturpolitische Themen zu diskutieren und diese anzugehen. Ziel der gemeinsamen Auseinandersetzung ist es, brachliegende Potenziale der kleinen und mittleren Theaterhäuser der Freien Szene sichtbar zu machen und eine Stärkung forschender Theaterpraxis voranzutreiben. Mehr zum flausen+bundeskongress.


Das flausen+festival

 

Im flausen+festival sind Nachfolgeproduktionen ehemaliger flausen+Stipendiat:innen an einem Ort versammelt und bieten einen Einblick in künstlerische Auseinandersetzungen um innovative Themen, Formate und Ästhetiken. Das flausen+festival schafft damit einen vielseitigen Raum für Begegnung, Vernetzung und Diskurs sowohl mit nationalen sowie internationalen Künstler:innen, einem Fachpublikum, aber auch der interessierten Öffentlichkeit. Mehr zum flausen+festival.


Das flausen+BANDEN Festival in Oldenburg

 

2021 veranstalteten das Oldenburgische Staatstheater, das theater wrede + und das Theaterhaus Hildesheim zum ersten Mal gemeinsam das umbenannte Theaterfestival flausen+BANDEN! Zwischen dem 3.-6. und 10.-13. Juni 2021 präsentierten die drei Theater neue Performances in einem extra entworfenen digitalen Festivalzentrum und im Oldenburgischen Staatstheater. 2021 hatte das flausen+BANDEN! Festival mit der „Performing Arts Academy“ einen zusätzlichen Fokus auf die Sichtbarkeit von Nachwuchskünstler:innen gelegt. Sowohl das international anerkannte Förderprogramm für künstlerische Forschung flausen+ als auch das Theaterhaus Hildesheim mit seinem in Niedersachsen einzigartigen Nachwuchsprogramm debühne unterstützen Künstler:innen aus dem Darstellenden Bereich. Aufführungen von diesen Nachwuchskünstler:innen und Online-Begegnungsformate mit dem Publikum bildeten den Kern der Performing Art Academy.

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