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makingOFF #69 Durch o=o Blick.

Offener Austausch mit Publikum/Künstler:innen - Abschlussabend des flausen+Stipendiums
Do 11.08.22 19h00 Der Eintritt ist frei. Um eine Anmeldung unter info@theaterwrede.de wird gebeten.

Seit 11 Jahren vergibt die Jury des bundesweiten Theaternetzwerks flausen+ jährlich mehrere Stipendien an Künstler:innengruppen. Bei bundesweiten Spielstättenpartner:innen können sie, ohne den üblichen Produktionsdruck, für einen Monat szenisch forschen. Dabei binden sie das Publikum im Rahmen der makingOFFs (Abschlussabend) in die Forschung ein und regen zur Diskussion an. Im theater wrede + forschen jedes Jahr 2 Künstler:innengruppen. Im Juli/August 2022 sind das die Künstler:innen Petra Jeroma, Malte Andritter, Jonas Feller und Lukas Löffler zu dem Thema „Vergrößerungsgläser als ästhetische Mittel im Theater“.

Vergrößerungsgläser als ästhetische Mittel im Theater.

Wie funktioniert Vergrößerung als inszenatorisches Mittel? Wer beobachtet eigentlich wen? Und wer bestimmt wie wer wann was sieht?

Ausgehend vom Fernglas arbeiten sich die Künstler:innen an Vergrößerungsgläsern ab und untersuchen ihr ästhetisches Potential in Hinblick auf Erzählstrategien, Machtverhältnisse und Rezeptionsweisen. Was ermöglicht der Blick durchs Vergrößerungsglas für die Schau- und Raumsituation? Was macht das Zwischenschalten eines optischen Objektes mit dem Verhältnis von Darsteller:innen und Zuschauer: innen? Wie hängen visuelle und auditive Ebenen zusammen?

Sie schauen mit ihren Ferngläsern gemeinsam aus dem Fenster, observieren die Außenwelt und übertragen ihre Erfahrungen auf den Bühnenraum. Sie vergleichen, was sie wie lange beobachtet haben und warum. Sie agieren im Raum und beobachten sich gegenseitig durchs Fernglas. Die Künstler:innen erzählen sich Geschichten durchs umgedrehte oder unscharf gestellte Fernglas.
Im Spiel mit Nähe und Distanz experimentieren sie mit Strategien der Narration: Wer wird hier zum:zur Erzähler:in? Wie ermöglicht man verschiedene Perspektiven auf ein- und dieselbe Sache? Wie klein kann eine Bühne werden und wie groß darf sie sein?

Der Blick durchs Vergrößerungsglas löst eine niedrigschwellige Faszination aus. Sie betreiben die Forschung am Fernglas unabhängig von Publikumszielgruppen, verstehen sie aber als Grundlage für generationsübergreifende Theaterarbeit.

Dabei binden sie das Publikum im Rahmen der makingOFFs (Abschlussabend) am 11.08.22 in die Forschung ein und regen zur Diskussion an.

Zu der Stipendien:innengruppe gehören Petra Jeroma, Malte Andritter, Jonas Feller und Lukas Löffler.
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