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woher wir kommen - was wir machen
Unser Produktionshaus ist in Oldenburg (Niedersachsen). Das theater wrede
+ ist bekannt für seine experimentelle
Crossover-Forschung und arbeitet in diesem Bereich seit mehr als zwanzig
Jahren im Erwachsenen-bereich, im Kinder- und im Jugendtheaterbereich
- national wie international. So kooperieren wir schon lange mit kanadischen
Künstlern, haben 2007 das erste europäische Festival "klang
der zeit" durchgeführt und sind in diversen Ländern wie
Kanada, Japan, Korea oder Indien unterwegs.
Das theater wrede +
versteht sich als ein modernes und progressives Theater, dies schließt
neben gesellschaftlichen Themen insbesondere die Suche nach neuen Formaten
ein. Als Grenzgänger sieht es sich dazu aufgefordert, Theater in
seinen Formen weiter zu erforschen und auszutesten. In unseren Produktionen
wird die Teilung von Bühnenraum und Zuschauerraum oftmals gänzlich
aufgehoben, neue Perspektiven entstehen, die Grenzen modernen Theaters
werden erweitert. Unsere Stücke zeichnen sich besonders durch den
vielfältigen Einsatz neuer Medien aus. Geforscht haben wir mehrere
Jahre mit einem Ensemble an unserem Konzept vom "Komponierten Theater".
Mit einer alte Fabrik als eigenen Spielort für unser Theater konnten
wir vor allem seit 1999 unsere Forschung mit neuen Medien und Formaten
intensivieren. 2009 haben wir - nach jahrelangem Kampf um die Förderung
und um den Erhalt der Spielstätte - eine neue, moderne Spielstätte
von der Stadt Oldenburg mieten können.
Mit dieser Spielstätte, die den Namen "theater wrede
+" erhielt, haben wir auch unser
Konzept erweitert. Das "red"
im Namen wrede bedeutet im Spanischen
Vernetzung und im Englischen Rot, was für Leidenschaft steht. Diese
Erweiterung zeigt die internationale Ausrichtung unseres Theaters.
Das "+" soll ausdrücken,
dass dieses Haus zukünftig ein Produktions-forschungshaus werden
soll, in dem weitaus mehr entsteht, als unsere Produktionen und Produktionsforschungen.
Das Projekt "young artists in residence" ist der Beginn dieser
neuen Entwicklung.
Als innovatives Theater haben wir die Erfahrung gemacht, bei eigenen Produktionen
immer wieder in den Zwiespalt von forschendem Arbeiten (z.B. Komponiertes
Theater) und wirtschaftlichen Notwendigkeiten zu geraten, oft zu Lasten
der Forschung nach neuen Wegen. Aus diesem Grund aber auch aufgrund eigener
Schwierigkeiten als (damals) junge Künstler, die nach Neuem gesucht
haben, fühlen wir uns heutigen jungen Künstlern und deren Experimenten
besonders verpflichtet.
Das Projekt "flausen - young artists in residence" verstehen
wir als eine Antwort auf die heutige Schaffenssituation freier Künstler.
Wir möchten experimentierfreudigen, talentierten KünstlerInnen
eine Laboratoriumsmöglichkeit geben, frei von Aufführungs- und
Ergebniszwängen über einen bestimmten Zeitraum ihren Stil erforschen
und erproben zu können.
In fast allen Bereichen gibt es Stipendien für ungewöhnliche
KünstlerInnen mit ungewöhnlichen Ideen, aber kaum im Bereich
der darstellenden Kunst. Wir sind überzeugt, dass ungewöhnliche
Ideen ungewöhnliche Formen brauchen. "flausen - young artists
in residence" wird für uns damit auch zu einem Experiment, das
sich in Zukunft nicht nur national sondern auch international vernetzen
soll.
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