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Aktuell

06.08.-01.09.2018, Theaterlabor Bielefeld

#38 Faulheit

Scripted Reality

Faulheit, aber als Kampfbegriff. Im Sozialismus wie auch Kapitalismus ist Arbeit das Ideal – und wer dem Ideal nicht entspricht ist faul. Aber was definiert einen faulen Körper, wie verändern Vorstellungen von Faulheit den Körper und das Körperbild? ScriptedReality macht sich an die Arbeit Faulheit radikal und gleichezeitig mit der notwendigen „Faulheit“ zu erproben. Und eines ist klar, ob wegen Faulheit anderen ihre Empathiebedürftigkeit abgesprochen wird oder Faulheit als Form des Widerstands erprobt wird: Faulheit ist politisch.

23.07.-18.08.2018, german stage service, Marburg

#37 Du dada wen i dodo (AT)

Institut für Widerstand im Postfordismus / müller*****

Was macht man als Künstler*in, wenn man im zeitgenössischen, postdramatischen Diskurstheater stecken geblieben ist – mit all der Logik, der Analytik und dem Ernst? Wie wärs mit Dada und absurdem Theater? Verspielt, ungebändigt, anarchistisch zeigt die Ästhetik der Irritation nicht nur auf die Grenzen der zeitgenössischen Konzepte von Kunst, Kultur und Normalität, sondern deutet auch auf das unerwartete und undenkbare. Also warum nicht den Geist von Dada aufleben lassen und eine Form des ‚Anti-Theaters‘ für das jetzt entwickeln?

Juli/August, Freies Werkstatt Theater, Köln

#36 Keine Wahrheit in der Höhle des Gleichen

ufaaq

Ob Facebook-Freunde, Twitter-Follower oder auch der offline Freundeskreis: Echo-Kammern und Filter-Bubbles sind Teil unserer Wahrnehmung. Selektive Wahrnehmung war noch nie so einfach, da unliebsame Gegenargumente und Diskurs komfortabel außen vorgelassen werden kann. ufaaq wird in einer künstlerischen Form das Phänomen der Echo-kammern sinnlich erfahrbar machen und die Faszination der Bestätigung durch Meinungs-spiegelung, aber auch die erschreckende Tendenz verzerrter Wahrnehmungen wie ‚Fake News‘, befragen.

14.07-10.08.18, theater im ballsaal, Bonn

#35 We’R’Dansöz

We’R’Dansöz” is a research project dealing with the ‘belly dance’ which has always been a subject of orientalist approaches. But since that ‘female dance’ genre has a very different tradition in itself, it can also be a medium of self-empowerment for women. Some basic departure points of this research can be considered as the creation of an individual movement language based on belly dance technique, deconstruction of orientalist – erotic and exotic- female body images, sound improvisations based on silencing or cry -victimization or activism. Dealing with the power relations in artistic and social spheres, this collective women’s project can be medium of breaking some stereotypes and presenting a process outside the “normal” choreographic production framework.

28.05. - 27.06.2018, theater wrede+, Oldenburg

#34 Render Ghosts

Die Soziale Fiktion

In Architekturmodellen gibt es diese Miniatur-Menschen, die die Gebäude und Plätze bevölkern und dort scheinbar ganz alltägliche Dinge tun. Sie, die so genannten „Render Ghosts“, leben in einem Bild von der Zukunft, wo sie nur noch Beispiele für Menschen sind. Sie sind meist schmal, weiß, intakt und haben keine Angst vor Niedrigrente.
DIE SOZIALE FIKTION erforscht das Potential dieser Kippfiguren zwischen Normalität und Grusel. Render Ghosts sind Wiedergänger vergangener und gegenwärtiger Menschenbilder und -normen in der Zukunft. Taugen sie dennoch als Erzählfiguren des Zukünftigen? Wie kann ihre geisterhafte Qualität genutzt werden, um ihre Normativität unheimlich werden zu lassen?

11.01. – 08.02.2018, theater wrede+, Oldenburg

#33 Actions for the Worthless Body

ONCE WE WERE ISLANDS

Mit fortschreitender Automatisierung werden gerade Personen im Niedriglohnsektor in ‚Langzeitarbeitslosigkeit‘ gedrängt. Wie kann in einer neoliberalen Gesellschaft, in der der Wert von Menschen anhand ihrer Arbeit gemessen wird, ein Körper überleben, wenn er keinen Mehrwert produziert? Auf der Suche nach Öffnungen hin zu einer multidimensionalen, science-fiction liebenden Ästhetik werden Aktionen aus ihrem (Arbeits-)kontext gelöst und in neue, sich stets verändernde Narrative gebracht. Die Vorstellung der Zuschauer*innen darüber, wie uns Arbeit als produktive Körper auf- bzw. abwerten kann, soll so vielfältig befragt, irritiert und neu erfahren werden.

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