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#01 Schwarzer Vogel roter Himmel

Stipendiat_innengruppe #1
20.02. - 03.04.11, theater wrede+ Oldenburg
shot AG

Als erste Stipendiatengruppe und Pilotgruppe des Residenzprojekts begrüßten wir im Frühjahr 2011 die Gruppe shot AG aus Dresden. Sechs Wochen lang forschten sie in den Räumen des Theaters und untersuchten die Möglichkeiten der Ausdrucksformen Sprache und Bewegung: Kann es einen direkten und unverfälschten Dialog überhaupt geben? Weichen wir mit Floskeln und Plattitüden der eigentlichen zwischenmenschlichen Konfrontation aus?
Am 2. April 2011- und im speziell für das Stipendienprojekt entwickelten Format des „Making Of“- gab die Gruppe zum Abschluss ihrer Residenz eindrucksvolle Einblicke in ihre Forschungsarbeit.

copyright shot AG

© shot AG

Er spricht sie an. Sie reagiert. Keine Antwort. Sie bewegt sich. Er kann nicht nachvollziehen. Jeder spricht seine eigene Sprache. Der Dialog wird auf die verschiedensten Arten und Weisen probiert. Scheitert. Glückt scheinbar. Misslingt. Verfängt sich im Absurden. Dreht sich im Kreis. Es öffnen sich Unmöglichkeitsräume.
Die beiden Ausdrucksformen Sprache und Tanz treffen sinnbildlich dafür aufeinander. Der Schauspieler spricht. Die Tänzerin tanzt. Beide verfangen sich in Körperkonstellationen.

shot AG hat ihre Forschungsarbeit im theater wrede + in ein Produktionsvorhaben einfließen lassen und brachte „schwarzer Vogel roter Himmel“ am 23. Juni 2011 im Lofft Leipzig zur Premiere. Mittlerweile war ihre außergewöhnliche Inszenierung zwischen Tanz und Theater in verschiedenen Häusern zu sehen.

Gegründet 2002 durch die Tänzerinnen und Choreographinnen Nora Schott, Ariane Thalheim und Petra Steinert gemeinsam mit der TENZA-Schmiede als Ensemble für zeitgenössischen Tanz in Dresden.

Seitdem entstanden eine Reihe von abendfüllenden Produktionen (‚the game‘, ‚6‘, ‚kickballchange‘, ‚plastic girl‘, ’soft gum – slow gun‘, ‚Schieß nicht auf fremde Röckchen‘, ‚Sieht ein Pfirsich eine Rakete stehen‘, ‚atomENGEL‘, ‚Cinderella 08‘ sowie in Zusammenarbeit mit der kanadischen Künstler-gruppe Walking with the Lion „avoid touching the forest“) und zahlreiche Kurzchoreographien.

Regelmäßige Gastspielauftritte im In- und Ausland. Förderpreis der Landeshauptstadt Dresden 2006; Begründung der Jury: „Mit der Auszeichnung wird eine Company geehrt, deren vielgestaltiges, progressives Wirken für die zeitgenössische Tanzszene Dresdens von großer Bedeutung ist.“

Mentoring

  • Martin Stiefermann -   1982 – 1987 erhielt er seine Tanzausbildung an der Hamburgischen Staatsoper; 1987 – 1992 Engagement beim Hamburg Ballet; 1992 Choreographen Stipendium – Internationale Tanzwochen Wien; 1992 – 1995 Tätigkeit als freier Choreograph (u.a. in Hamburg, Berlin, Basel, Dresden); 1995 Weiterlesen

Logbücher

  • Logbuch #1 – Woche 4 - TAG 29, 21.03.2011 (…) Nach einem längeren Technikteil erfinden wir spontan ganz neue Szenen für die mittlere Ebene, bei der Tänzerin und Schauspieler in den Hockern sitzen. Ganz deutlich wird das Bild, in dem Wolfgang einen Text mit Lautstärkeschwankungen spricht. Weiterlesen
  • Logbuch #1 – Woche 3 - TAG 15, 07.03.2011 (…) Alles stagniert irgendwie. Wir kommen weder vor- noch rückwärts. Am Abend langes Gespräch mit Winfried, in dem nochmals alles beleuchtet wird. Wir stellen uns dieselben Fragen und diskutieren die vorhandenen Schwierigkeiten. Jetzt ist ein Punkt erreicht, Weiterlesen
  • Logbuch #1 – Woche 3 - TAG 21, 13.03.2011 Frei außer Peter. Peter transferiert viele der aufgenommenen Texte. Beats programmiert. Es entsteht eine dramaturgische Linie für die Komposition. Strukturelle Arbeit. Entwicklung von Klangflächen. TAG 22, 14.03.2011 Peter spielt uns alle erarbeiteten Sounds vor. (…) Die Idee, Weiterlesen
  • Logbuch #1 – Woche 2 - TAG 8, 28.02.2011 Teamtreff mit Winfried und Martin Stiefermann. Auswertung der ersten Woche. (…) Fazit: Wir sollen weiterarbeiten. Tun wir auch. TAG 9, 01.03.2011 Wir verfolgen den Ratschlag von Martin Stiefermann und improvisieren. Daraus ergibt sich, dass wir eine Idee Weiterlesen
  • Logbuch #1 – Woche 1 - TAG 1, 21.02.2011: Alle lernen sich kennen - und das ist gut so. Wir besprechen ausführlich unsere künstlerischen Ansätze und die Arbeitsweise während des Stipendiums. Winfried: "Der Mensch ist nur Ton und Bewegung - mehr nicht."(…) TAG 2, 22.02.2011 (…) Weiterlesen
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