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Logbuch #4 – Tag 28

31.07.12 / Franzi

Wetter: vorwiegend gemäßigt
Stimmung: Endspurtend
Utopie: wird immer schöner, ich bin so stolz
Zitat des Tages: „Das hätte deine Emanzipation sein können“
Hass des Tages: Klebestreifen, der unsere Exponate immer wieder zu Boden wirft

Es ist Endspurt. Und auch wenn es ein Forschungsstipendium ist, können wir nun nicht mehr leugnen, dass wir auf das Ziel Präsentation am Donnerstag hinarbeiten. Und so beginnen wir mit einem Gespräch über die Zukunft. Wird diese Arbeit jemals als Projekt fortgesetzt? Wir sind uns einig, dass wir es wollen, da wir so viel Wissen und Ideen erworben haben, die im Making Of keinen Platz gefunden haben. Fehlen nur noch die harten Fakten: Wann? Wo? Wie? Mit welchem Geld? Dies wird an anderer Stelle zu klären sein. Vorerst brennt uns noch eine wichtige Frage unter den Nägeln: Was ist der Unterschied zwischen forschen und proben? Die Essenz unseres allseits beliebten Parkaue Brainstorms ist, dass die Unterschiede gar nicht so groß sind. Das eine ist nur zielorientierter. Wir stellen allerdings auch fest, dass wir durch unser Studium bereits darauf trainiert sind Theorien zu praktizieren und Praxis zu theoretisieren. Wir forschen häufig, wenn wir proben. Jetzt widersprechen wir allerdings unserer Theorie und arbeiten auf ein Ziel hin. Zurück zum Making Of: Da wir uns ja schon eine Art Ablaufplan gebastelt haben, sprechen und laufen wir diesen nun noch gemeinsam durch und klären, was noch zu tun ist und sichern Abläufe. Es wirkt für alle etwas befreiend, da sich Unsicherheiten klären und Schwachstellen auf zeigt. Es ist befremdlich Tischgespräche ohne Gesprächspartner zu üben. Manche reden in die Luft und zu imaginierten Partnern, ich schweige und überlege, was ich sagen könnte. Ich vertraue auf meine Interaktionserfahrungen und schließlich ist es am Donnerstag ja auch nur ein Testlauf, bei dem ich noch grandios scheitern kann. Danach geht es endlich mal wieder in Arbeitsgruppen. Team Austellungsgestaltung verzweifelt an der Sisyphosarbeit, ihre Werke aufzuhängen, die immer wieder von der Wand fallen, während das zweite Team am Fragenkatalog für den Einstiegstest arbeitet. Und irgendwann befinden wir uns in einem Werbespot der 90er Jahre: Während Villabajo (die Fragen AG) noch arbeitet, kann Villariba (die Ausstellungsgruppe) schon feiern und belohnt sich mit einem Kinobesuch.

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