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Logbuch #28 Woche 2

Woche  02.
(…Von Mensch zu Maschine scheint es nur noch ein kurzer Weg zu sein und die Grenzen verschwimmen zwischen natürlichem und künstlichem Leben. Ist sie das, die Geburtsstunde einer Welt, in der Mensch und Maschine eins werden…)

Wochenprogramm:
Verschiedene Robotikteile, welche in der ersten Woche gebaut und programmiert wurden werden auf ihr szenischen Möglichkeiten untersucht.


Montag:

Treffen mit Veit Sprenger:

1. Gespräch:

Überlegungen zur Kreisbewegung:

Schlange Kundalini: Schlangensymbol der Alchemie. Eine Schlange, die sich in den Schwanz beißt als Symbolbild der Vergiftung und Heilung. Hierzu Analogien zur technischen Entwicklung und den Kreislauf von techn. Erfindungen um Übel zu überwinden und gleichzeitiger erneuter Konfliktgenese.

Die Kraft Kundalini:

Nach der tantrischen Lehre wohnt in jedem Menschen eine Kraft, die Kundalini genannt wird.[1] Diese befindet sich gemäß dem Tantrismus ruhend am unteren Ende der Wirbelsäule und wird symbolisch als eine im untersten Chakra schlafende zusammengerollte Schlange (Sanskrit: kundala „gerollt, gewunden’“) dargestellt. Sie gilt als die der Materie nächststehende Kraft im Menschen. Durch yogische Praktiken soll sie erweckt werden können und aufsteigen, wobei die transformierenden Hauptenergiezentren oder Chakren durchstoßen werden (Satchakrabedha „Sechschakrendurchstechen“). Erreicht sie das oberste Chakra, soll sie sich mit der kosmischen Seele vereinigen und der Mensch höchstes Glück erlangen.[2] Erst hier vereinigt sie sich nach tantrischen Lehren in ihrer transformierten Form mit den kosmisch-spirituellen Kräften. Da das Aufsteigen der Energie nach den klassischen Lehren auch Gefahren in sich birgt, sollen eine gute Vorbereitung und ein innerer Reinigungsprozess entscheidend sein, weshalb viele Schulen zuerst das Herzzentrum entwickeln. In Begleitung eines Menschen, der die Kundalini-Kraft bewusst lenken kann, sollen mögliche Begleiterscheinungen des Prozesses, wie Visionen oder Erfahrungen in der Astralwelt, verständlich sein. Es gibt immer wieder Fälle, die Tantriker als „spontanes Erwachen“ der Kundalini interpretieren.[3]

01

Überlegungen zum Bühnenbild als freistehend und das Publikum kann sich frei kreisförmig um es bewegen. Überlegungen wie eine gegenläufige Bewegung des Publikums zum Tänzer stattfinden könnte.

Gegenläufige Bewegung des Publikums zur Bewegung des Performers.

Gegenläufige Bewegung des Publikums zur Bewegung des Performers.

Fragen zur Interaktivität des Publikums, jedoch noch keine konkrete Lösungen hierzu.

Hiervon ausgehend wird die Konditionierungen des Publikums in best. Räumlichkeiten diskutiert. Je nach Räumlichkeiten/Orten verhält sich das Publikum anders und bringt andere Erwartungen mit.

Vgl. Foucaults Begriff der heterotopen Räume

-Foucault: Überwachen und Strafen (Einleitung)

Behandelte Fragen: Wie definieren Räume Macht undwie definiert Macht Räume.

 

2.Vorführung der bisher erabeiteten Szenen:

03– Szene mit Lichtkreislauf:

  1. Überlegung von Tempi-Veränderungen bzw. die expotenzielle Zunahme der Licht und Soundchoreografie zu brechen mit einem „Stop-and-Go“-Prinzip.
  2. Die, von einem Mikrofon abgenommene, Atmung zusätzlich künstlich zu verzerren.
  3. Der ertönende Piep-Ton weckt Assoziationen an das Überwachen von Körperfunktionen. Wie der Herzschlag, welcher durch einen Piep-Ton künstlich repräsentiert wird. Eine Maschine simuliert die menschlichen Körperfunktionen.

-Szene mit Kostüm:

  1. Überlegungen die Choreografie inverse durchzuführen.
  2. Überlegungen, dass das Kostüm als Objekt zum einem weiteren Mitspieler werden könnte, an das man sich mit den Verbindern andocken und abnabeln könnte. Vgl. Matrix

 

Literatur:

Stanislaw Lem: Robotermärchen

 

Dienstag:

 

05Bearbeitung der Choreografien. Die Inputs und Vorschläge, welche bei dem Gespräch mit Veit eingeflossen sind, werden versucht und neu Ideen ausprobiert.

Die Roboterhand wird in unterschiedlichen räumlichen Varianten ausprobiert und auf ihre Spielmöglichkeiten erforscht. Entscheidung, dass die Hand hängen sollte.

– Choreografische Arbeit mit der Roboterhand wird begonnen und schon einen vorläufigen Szenenablauf entwickelt.

 

06

– Kostüm wird überarbeitet und Material besorgt.

-Maskenideen werden untersucht. Idee von weißer Schminke oder Gips auf dem Körper. Blaue Akzente:

07

„When the eye lifts up to the sky all it sees is blue“

Mittwoch:

-Kleiner Roboter-Wurm wird auf technische Spielbarkeit ausprobiert.

-Forschung an den Spielmöglichkeiten, welche diese Roboterapplikation an dem Körper bieten kann.

-Überlegungen an welchen stellen er am Körper angebracht werden kann oder ob er als Mitspieler sich frei von dem Körper des Performers bewegen könnte.

Forschung an den choreografischen Möglichkeiten, welche  der Wurm durch seine Bewegungen vorgibt. Auch hier wieder die Frage orientieren sich die Bewegungen oder Maschine an dem Menschen oder der Mensch an den Bewegungen der Maschine.

Erforschung der Steuerung des Wurmes in Abhängigkeit der Bewegungen des Performers. Hierbei viel Improvisationsarbeit.

Versuchschoreografie wird entwickelt.

08
09-Erforschung der technischen Spielbarkeit und Spielmöglichkeiten des großen Roboter-Wurmes. Ähnlich als bei dem kleinen Wurm Überlegungen und Lösungsversuche zu der Ansteuerung in Kombination zu der körperlichen Arbeit des Performers.

-Versuchschoreografie des Wurmes und des Performers wurde entwickelt. Wechselseitiges Machtspiel entsteht zwischen Mensch und Maschine. Wechselseitig bestimmt der Mensch die Bewegungen der Maschine und die Maschine die Bewegungen des Menschen.

10Analogie Würmer:

Fadenwurm als Frühform neuen Lebens und Intelligenz.

Robotik: Mensch erschafft neues leben

-Materialbesorgungen, Kostüm-Neuanfertigung…

Donnerstag:

11-Überlegungen für Anbringung des kleinen Wurm-Roboters gehen weiter. Entscheidung ihn an der Brust zu positionieren. Entwicklung der Anbringung.

-Improvisationen mit der neu positionierten Wurm-Körper-App.

-Weitere choreografische Arbeit mit dem kleinen Wurm und neue Spielmöglichkeiten werden untersucht

-Kostümüberarbeitung und maßgenaue Anpassung

 

Donnerstag:

-Versuche die Kostümapplikationen aufzuhängen und Forschung an den Spielmöglichkeiten damit.

12

-Unterschiedliche szenische Bespielungen wurden ausprobiert.

-Neubearbeitung des Kostüms wird fertig gestellt.

-Versuch die bisher entwickelten szenischen Versuche zusammen zu bringen. Verschiedene Abläufe werden erprobt.

-Besprechung und Reflektion der bisher erarbeiteten szenischen Versuche.13

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