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Logbuch #13 – Woche 2

Fragen, die uns in der 2. Woche beschäftigt haben (thematisch und formal)

  • Wenn wir von einer Art verletztem Ehrempfinden der Menschen in der heutigen Zeit ausgehen, wie lässt sich dieses dann genauer beschreiben? Worin sind die Menschen verletzt worden? > Versuch über Auseinandersetzung mit der Demokratie – was ist Demokratie idealerweise? Was haben wir für eine gegenwärtige Demokratie? Was haben wir als Bürger darin verloren? Wie ist das zu fassen? Zu beschreiben?
  • Fragen zu unseren formalen Umsetzungsideen: Was ermöglicht uns das Performen über eine fiktive Ausstellung? Was wollen wir damit erreichen?
  • Welche besondere Qualität liegt in der Bildung einer fiktiven Ausstellung? Wollen wir eine „große, umfassende“ Ausstellung inszenieren, wie sie im Haus der Geschichte präsentiert wird? Inszenieren wir eine Epoche der Ehrverletzung, in der sich die Menschen erheben und das System zum Duell herausfordern? Oder inszenieren wir viele kleine Momente?
  • Was bietet das Format „Ausstellung“ an sich für Spiel- und Erzählmöglichkeiten?

Ziele für die 2. Woche – und wie wir diese erreichen (wollen)

– Versuch von Formulierungen, was wir als Bürger in der gegenwärtigen Demokratie verloren haben. z.B. „Ich wünsche mir eine Demokratie, die wieder Interessen der Mehrheit vertritt. Ich wünsche mir eine Demokratie, die die Freiheit des Menschen nicht mit verschwenderischer Gier verwechselt.“

– Widerstandsgeschichten recherchieren und ausdenken, schreiben. Diskussion darüber, was Widerstand alles sein kann: z.B. Verweigerung, Widersprechen, ziviler Ungehorsam, Schaffen von Alternativen, etc.

Unsere Formatidee weiterentwickeln:

– Die Ausstellung, die die Reaktionen (=Widerstand) der Menschheit in Bezug auf ihr verletztes Ehrgefühl zeigt, und über die in einer Performance berichtet werden soll, weiter konzipieren: Erster Schritt: einen Ausstellungskatalogtext schreiben, der Motive und Zielsetzungen der Ausstellung beschreibt.

-Besuch des Haus der Geschichte in Bonn: Fotografien machen, Notizen machen, Auswertungsdiskussion: Wir könnten uns vorstellen, die Ausstellung im Haus der Geschichte, die zurzeit nur bis in die 90er Jahre ausführlich ist, weiterzuführen.

Folgende Idee:

Neue Dauerausstellung

Widerstand im Postfordismus

Die Jahre 2014-2019 in Deutschland

>>> Eine Bewegung im Namen der Ehre

Erkenntnisse

Siehe Anhang: Textbeispiel Ausstellungskatalog, Dokument „es war einmal“

Neue Fragen, die sich ergeben haben

Verlieren wir das Konzept der Ehre?

Wie kommt die Ausstellungsidee mit einer Performanceidee zusammen?

Was ist mit großen und kleinen Widerstandsideen?

Wie lokalisieren wir „den Bösen“? Was machen wir mit Geschichten, in denen es zu klar ist, wer der Böse ist?

Sollen wir eine Show inszenieren?

Was ist der Mehrwert von einer Performance über die Ausstellung hinaus?

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