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#37 Du Dada wen i dodo (AT) Logbuch Woche 4

Wo sind wir hingekommen?
War es das, was wir suchten?
Einiges bleibt offen und ist noch nicht gefunden.
Für mich zum Beispiel: der Witz, der den Sinn des Aussichtslosen beschreibt.
Heißt absurd gleich ohne Dramaturgie?
Kann absurd nicht auch irgendwo hinführen oder ist es dann nicht mehr absurd?
Ich suche noch mehr verstörende Momente.
Wie kann Text verstören?
Ist Text direkt einsehbar?
Er braucht etwas magisches.
Und ich suche das Absurde, das trotzdem eine Bedeutung entfaltet.
Einen Punkt zusteuern und trotzdem nicht fassbar sein. Aus dem Blickfeld verschwinden.
Ins Bodenlose fallen.

Wie nehme ich mir selbst den Druck etwas Fertiges zu zeigen?
Woher kommt der Druck? Da ist der Wunsch etwas weiter zu entwickeln.
Etwas zu Ende zu bringen. Etwas in den Händen zu halten. Und auch den Zuschauern etwas zu bieten.
Stress aushalten. Pausen machen. Improvisationen, Improvisationen sein lassen. Meinung sagen.

Ich fand es sehr spanninteressant, dass wir trotz der Freiheiten der Residenz und dem Wunsch neue Arbeitsweisen zu finden, immer wieder in alte Arbeitsstrukturen gefallen sind. Und bin sehr froh, es geschafft zu haben, dass zu bemerken und anzusprechen. Z.B. in Situationen wie, Welches Material kann ich schon zeigen? Welches Material braucht noch Zeit und Raum? Und wie finde ich den richtigen Zeitpunkt dafür? Welche Haltung hab ich dazu?

Vertrauen in der Gruppe aufbauen und damit arbeiten
Nach der Phase des Kennenlernens, Austauschens, Name – Dropings und des Referenzen – Schleuderns,
eigene Ideen und Visionen von der Arbeit entwickeln. Yeah. Das ist Ideal. Was sind die stärken der KollegInnen?
Wo können wir uns unterstützen? Z.B: Ich kann gut einfach Machen. Christoph kann gut einfach Denken. Henrike kann gut einfach Gucken.
Und Spaß! Laufen lassen, ohne bewertet zu werden. Affirmativ. Toll 🙂 Nice. Ja.

Agambe, Duchamps, Beuys, Schwitters, Arp, Chétouane, Laban, Brecht, Ai Wei Wei, Coleman… whateverelse … gutes Tennis

Wie finden wir einen gemeinsamen Modus? Was passt zur Arbeit? Was liegt uns? Ist das, das Selbe?
Was passiert so nebenbei? Manchmal reicht es, nur darüber zu sprechen. Ein Augenblick. Ein Youtube Video.

Und die Möglichkeit sich in künstlerischen Arbeitsprozessen v i e r Wochen auf einander einzulassen. Und dann alle bereit dazu sind, tauchen zu gehen. Und das Glück, wenn es trotz komplizierter Umstände aufgeht.

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