theater wrede

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2017

06.08. - 03.09.2017, German Stage Service, Marburg

#32 HOLY CHICKS & GLORY DICKS. How to perform gender identity

Marietheres Jesse, Gianna Pargätzi, Julia Novacek, Artemiy Shokin

Ist queere Identität mainstreamtauglich? Oder sind die heteronormativen Fesseln immer noch so stark, dass zwar Stars und Sternchen wie David Bowie oder eine Lady Gaga, mit ihren queeren Selbstdarstellungsstrategien, eine tolle Show bieten, aber sie als Vorreiter*innen nichts an der Diskriminierung geschlechtlicher und sexueller Vielfalt ändern?
Die drei Künstler*innen werden mit wechselnden Expert*innen, wie Sexarbeiter*innen, die Darstellung queerer Identitäten auf ihre produktiven Möglichkeiten für einen neu gedachten Mainstream erforschen.

07.08. - 02.09.2017, Theaterlabor Bielefeld

#31 Bodies We Fail

Claire Vivianne Sobottke, Michael Turinski, Teresa Vitucci, Karol Tyminski

Monströsität, die mit Angst und Wunder Hand in Hand geht, spiegelt sich in „gescheiterten Körpern“ wieder. Diese fetten, kranken und behinderten Körper sind nur selten zu sehen und wenn, dann nur im Kontext ihres „Scheiterns“. So scheinen sie zu Eleganz, Intimität und Zärtlichkeit gar nicht fähig zu sein… Weil mediale Repräsentation an diesen Körpern scheitert und sie nur auf eine Weise abbildet. Dem gehen die 4 Künstler*innen mit radikaler Ehrlichkeit und Intimität entgegen und decken „körperliches Scheitern“ als eine allzumenschliche Fähigkeit auf, in der neue Ausdrucksformen sich offenbaren.

06.07. - 03.08.2017, Theater im Ballsaal, Bonn

#30 whatyouseeiswhatyouget

Joana Tischkau, Frieder Blume, Elisabeth Hampe, Anta Helena Recke

Wer twerkt und wer wackelt? Gibt es eine schwarze Stimme und wenn ja warum hat sie Justin Timberlake? Es gibt konkrete, aber nicht unbedingt reflektierte oder ausgesprochene, Vorstellungen von Geschlecht, Race, Sexualität und den damit verbundenen Körpern. Blitzschnell und intuitiv ist klar, ob ein Körper als weiß oder schwarz, hetero- oder homosexuell oder auch männlich oder weiblich gelesen wird. Das gesellschaftlich geteilte Körperwissen, dass Popkultur maßgeblich prägt, werden die vier Künstler*innen auf den darin vorhandenen Rassismus hinterfragen. Durch welche Bewegungen werden Körper organisiert, kontrolliert und enthumanisiert? Welche Stereotype rufen Bewegungen vor und welche subversiven Schlupflöcher bringen sie mit?

18.07. bis 14.08., Freies Werkstatt Theater, Köln

#29 Und wir flogen tausend Jahre

Theater Mär

Kommunikation jenseits von gesprochener Sprache ist im theatralen Raum alltäglich – mit Mimik, Gestik und Posen werden auch ohne Worte Bedeutungen erkennbar. Und gerade für sehr junge oder gehörlose Zuschauer*innen ist diese visuelle Kommunikation viel schneller verständlich. Mit dem Ziel eine „Bühnensprache für Alle“ zu entwickeln bindet die Gruppe Gebärdensprache ein und geht diesem Potential innerhalb einer Art experimentellen Reise auf den Grund.

27.03. - 26.04.2017, theater wrede+, Oldenburg

#28 ROBOT DREAMS

meinhardt krauss feigl / cinematographic theatre

Das Verhältnis von Mensch und Maschine erscheint als kompletter Gegensatz. Jedoch sind Körper technologisch durchzogen, von Analyseinstrumenten, wie Wagen geformt, durch assistive Technologie, wie Smartphones, unterstützt und vernetzt und durch medizinische Technologie, seien es Herzschrittmacher oder Prothesen, erweitert. Von Mensch zu Maschine scheint es nur noch ein kurzer Weg zu sein. Die Künstler*innen des meinhardt krauss feigl / cinematographic theatre werden auf der Bühne die Grenzen komplett verwischen und Körper weiter technologisieren und Roboter bauen. Am Ende wird die Frage sein: Wovon träumen Roboter?

01.02. - 01.03.2017, theater wrede+, Oldenburg

#27 Deutsche Demokratische Rechenprobe

“helfersyndrom” und “Wu Wei Theater Frankfurt”

Wenn eine Revolution käme, dann wär doch endlich mal Zeit für alles, was im Arbeitsalltag untern Tisch fällt… oder? Dies soll nicht eine reine Utopie bleiben. Die Künstler*innen von „helfersyndrom“ und „Wu Wie Theater Frankfurt“ erproben praktisch forschend den Computersozialismus. Dafür kommt nicht nur Mensch und Computer, sondern auch „alt-“ und „neulinks“ oder auch Kontrolle und Zufall zusammen. Wie sieht es also aus, dieses computergestützt „planwirtschaftlich“ programmierte Theater? Und bringt das mehr Zeit mit sich?

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