theater wrede

flausen auf facebook

flausenblog

bewerbung

 

Residenzen 2018

Der Bewerbungszeitraum für die Residenzen 2018 ist abgeschlossen, wir freuen uns auch in diesem Jahr über viele Bewerbungen. Am Ende des Jahres werden die Stipendien für das Jahr 2019 ausgeschrieben. Ausgeschrieben werden sechs Forschungsresidenzen für 2018 in Niedersachsen, NRW und Hessen. Residenztheater sind das theater wrede +, Oldenburg (Nds.), Theaterlabor Bielefeld, Theater im Ballsaal Bonn, Freies Werkstatt Theater Köln (NRW) und das German Stage Service Marburg (He). Nach Sichtung der Bewerbungen spricht die Jury 18 Einladungen zum “Final Choice” in Oldenburg aus. Beim “Final Choice” stellt jede Finalist*innengruppe ihre Forschungsidee in einer Kurzpräsentation auf der Bühne vor und beantwortet Fragen der Fachjury zu ihrem Forschungsansatz.

Die Bewerbung für ein flausen-Stipendium beginnt im ersten Schritt mit dem Ausfüllen des Bewerbungsformulars, das bis Ende der Bewerbungsfrist an info(at)theaterwrede.de zu schicken ist. Nach der Tagung der Vorjury (meist April) erhalten 18 Gruppen eine Einladung zum Final Choice im theater wrede+, Oldenburg. In dieser zweiten Runde haben die Finalist*innengruppen fünf Minuten Zeit, sich und ihre Idee der Fachjury vorzustellen. Am Tag nach der Final Choice Veranstaltung tagt die Jury ausführlich und vergibt die Stipendien, die im darauffolgenden Jahr als Residenzen im theater wrede+ oder einem der Kooperationshäuser stattfinden.

Bewerbungstipps

Das Forschungsvorhaben möglichst konkret beschreiben und Beispiele geben

Oft tauchen gerade dort Leerstellen im Antrag auf, an denen es um das “WIE” des Forschungsvorhabens geht. Manchmal werden “Allgemeinplätze” genannt, die viele interessante Ideen enthalten, von denen jedoch leider keine konkret benannt und in Bezug auf die ästhetische Forschung weiter ausgeführt und eingebunden wird. Themen werden oft zu wenig spezifisch eingegrenzt, der thematische Fokus ist dadurch nicht ersichtlich. Hilfreich sind deshalb Beispiele für eine theatrale Umsetzung bzw. davon wie und wo auf der Bühne in der Forschungsresidenz angesetzt wird – auch wenn die genannten Beispiele später im Projekt wieder verworfen werden, wird das Vorhaben für die Jury so deutlich greifbarer.

Den inhaltlichen und den ästhetischen Forschungspunkt im flausen-Stipendium bedenken:

Wer nur inhaltlich recherchiert, braucht keine Bühne. Deshalb ist wichtig, in der Bewerbung zu beschreiben, welche ästhetischen Ansatzpunkte die inhaltliche Forschungsfrage bietet. Gerade der ästhetische Aspekt bleibt sehr oft ohne Erläuterung oder wird nur durch die Auswahl einer Theorie angedeutet. Beispiele helfen das geplante Vorgehen nachvollziehbar zu machen.

Dringlichkeit deutlich machen

Oft ist die Dringlichkeit des Projekts und vor allem die Dringlichkeit, mit der das Stipendium aufgrund der künstlerischen Situation der Gruppe benötigt wird, aus den Anträgen nicht ablesbar. So werden keine künstlerischen, sondern lediglich sozial-politische Gründe für ein Stipendium genannt (“wir möchten gern mal zusammen arbeiten”/ “wir wohnen in unterschiedlichen Städten”/ “wir brauchen das Geld” u.ä.). Was für die Jury jedoch besonders wissenswert ist, ist etwas über die künstlerische Dringlichkeit der Residenz: Wie ist eure Auftritts- und Förderungssituation? (Habt ihr einen Einzugskreis aus Förderern und Publikum, über den ihr nicht hinaus kommt, aber dringend hinaus wollt?) Seid ihr künstlerisch an einem Punkt angelangt, an dem ihr bestehendes und sich einschleifendes Vorgehen noch einmal überdenken wollt/müsst? Wollt ihr künstlerisch ein Terrain betreten, auf dem ihr noch keine Erfahrung habt und warum ist euch das wichtig?

Der Antrag sollte sich nicht wie eine Stückentwicklung/Produktionsabsicht lesen

flausen ist ein Modellprojekt zur Vergabe von freien Forschungsstipendien, das gewagte und ausgefallene Ideen fördert. Ein Wagnis beinhaltet die Möglichkeit mit dem Versuch zu scheitern. Dafür gewährt flausen den Möglichkeitsraum. Wenn aus den Anträgen hervorgeht, das ein Endprodukt/szenisches Ziel bereits feststeht, geht die Vorjury davon aus, dass es sich um eine Stückentwicklung und nicht um eine Fokussierung auf den Forschungsgegenstand handelt. Die Jury sieht dann keine Notwendigkeit für den Schutzraum einer vierwöchigen freien Forschungsresidenz gegeben.

 

Impressum